
Der Modekonzern Esprit zieht 200.000 Kataloge zurück, weil darin Knöpfe mit einer Verzierung abgebildet sind, die mit viel bösem Willen als Hakenkreuz-Muster empfunden werden könnte. Die Lederknöpfe stammen aus England und werden seit Jahrzehnten ohne jede Beanstandung von verschiedensten Unternehmen verwendet.
Der Fall fällt wohl unter die Rubrik "vorauseilender Gehorsam". Esprit reagiert mit der Aktion auf die Ankündigung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, die Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu prüfen. Der Katalog war den Ermittlern von einer Rechtsanwältin zugeleitet worden.
Nachtrag: Am Donnerstag teilte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft mit, sie werde kein Verfahren gegen Esprit eröffnen.
(Quelle: n-tv.de, Foto: Federico Gambarini, dpa)
Langsam wird es echt lächerlich. Erst wird einer verurteilt, der sich gegen das ganze rechte Pack mit eindeutigen Symbolen äußert, und jetzt sowas. Wenn ich mir den Knopf so betrachte, gibt es tausende Sachen, die im Alltag "als Symbole einer verfassungswidrigen Organisation" erkannt werden könnten. Es könnte fast alles durch das Sieb fallen, was aus 4 Quadraten besteht