4 Monate Eee PC – Ein Review

Als ich das Ding Mitte Januar in den Händen hielt, war ich sofort begeistert. So ein schnuckeliges kleines Notebook hatte mir gerade noch gefehlt. Aber wie sieht es nach gut 4 Monaten aus? Hielt der Eee PC, was er versprochen bzw. was ich von ihm erwartet hatte? Darum soll es in diesem kleinen Review gehen.

Zuerst die Verarbeitung: Es ist bisher noch nichts aufgefallen, was irgendwie den Eindruck erwecken könnte, abgenutzt zu sein. Immer noch alles da, wo es hin gehört, und auch die Farbe hat sich bis Dato noch nicht verabschiedet. Das kann natürlich damit zusammenhängen, daß ich ihn eigentlich nie ungeschützt transportiere. Zuerst in der mitgelieferten Neopren Tasche, dann in der Brando Lederhülle und zur Zeit transportiere ich ihn in meiner Urban Tasche von Tatonka. Die hat den Vorteil, daß ich auch problemlos den Ladestecker, eine kleine Maus und den Web’n’Walk Stick unterbringen kann.  So habe ich den Eee immer dabei. Zumal er ja auch nur knapp 1 Kilo wiegt.

Aber erst nach dem Einschalten offenbaren sich die drei „E“.Easy to Learn, Easy to Work, Easy to Play“. Hier ist der Name Programm. Denn wenn man den Eee im Auslieferungszustand belässt, hat man das Xandros Linux mit der sehr einfach zu bedienenden Oberfläche.  Unter jedem Reiter findet man die Programme, mehr als 40 an der Zahl. Für den normalen Gebrauch sollte also ab Werk alles an Board sein. Zwischenzeitlich habe ich mal den KDE Full Desktop installiert (ist immer noch drauf), aber meistens benutze ich den Easy Mode, weil es doch bequemer ist.

Zu den Programmen, die ich meistens benutze, gehört natürlich der Firefox Browser. Habe auch den Opera Browser probiert, bin aber wegen den vielen praktischen Plugins beim Firefox hängen geblieben. Für Mail nutze ich den ebenfalls mitgelieferten Thunderbird Mail Client. Alle meine Konten werden abgerufen, allerdings belasse ich die Mails auf dem Server, um sie dann mit meinem Laptop oder Firmen PC entgültig herunterzuladen. Mit ein paar Erweiterungen hat man Zugriff und Editiermöglichkeit für seinen privaten Google Kalender. Eine prima Sache, gleicht sich doch mein Laptop, mein Firmen PC und auch jetzt der Eee immer mit dem Google Kalender ab, so daß ich immer auf dem neuesten Stand bin.

Apropos Online: Nichts geht einfacher, als mit dem Eee online zu gehen. Lan Stecker funktioniert problemlos, Wlan klappt ganz einfach, und der Web’n’Walk Stick von T-Mobile ist wie für den Eee geschaffen.  So bin ich immer online, wo gerade ein D1 Netz verfügbar ist. Und mit HSDPA macht das auch noch ordenlich Spaß. Der Firefox ist wie gewohnt schnell und auch alle Plugins funktionieren problemlos. Teilweise stört zwar, daß man seitwärts scrollen muss, wird aber in der 3er Version wohl behoben werden. Ansonsten kann man nicht meckern. Wie man sieht, habe ich den Firefox soweit wie möglich geschrumpft, so daß möglichst viel Inhalt zu sehen ist. Schließlich ist bei einer Auflösung von 800 x 480 einiges abgeschnitten. Das gleiche habe ich mit Thunderbird gemacht. Mit Themes und div. Schrifteinstellungen kann man da schon einiges an Platz einsparen.

Ein weiterer Hauptnutzungsgrund des Eee für mich sind die Office Anwendungen. Wer Open Office kennt, kann gleich loslegen. Ansonsten nur kurz mal umschauen, denn die Parallelen zum Office aus dem Hause Microsoft sind überall zu erkennen, und somit ist die Bedienung auch intuitiv. Sehr häufig ist der Office Writer sowie Office Calc (Word & Excel) bei mir im Einsatz. Beim Writer merkt man zum ersten Mal, daß die Tastatur doch etwas kleiner ist. Aber man gewöhnt sich daran. Genau wie an den kleinen Monitor.  Briefe Schreiben, kleine Listen führen, aber auch größer Kalkulationen gehen prima von der Hand. Also, auch als Arbeitstier ist der Eee sehr gut zu gebrauchen – wenn man sich an die kleine Tastatur gewöhnt hat.

Ist die Arbeit getan, daß Internet durchforstet, die Mails beantwortet, kommt man mit Spielen und Entertainment auch nicht am Eee vorbei. Spiele habe ich teilweise durchgetestet, ein paar neue installiert – aber letztendlich komplett wieder deinstalliert, da ich irgendwie keine Muße habe, mich länger hinter die Kiste zu setzen und zu spielen. Aber als Multimediamaschine hat er mir schon so manche Mittagspause versüßt.  Filme spielt er problemlos ab. Ebenso MP3 und auch Webradio. Der Musikmanager kann sogar iPods verwalten. Playlisten etc. – was will man mehr? Alles an Board, was man braucht.

Das E für „Easy to Learn“ lass ich mal hier unter den Tisch fallen. Sicherlich, Kinder, Schüler und Studenten sind auch eine anvisierte Zielgruppe, aber ich werde mich damit nicht befassen.

Nun habe ich eigentlich alles angekratzt, was ich mit der Kiste so veranstalte. Und nach 4 Monaten fühle ich mich auch berechtigt, eine Pro und Kontra Liste aufzustellen:

Pro:

  • Form- und Gewichtsfaktor „immer dabei“
  • Kinderleicht zu bedienen
  • Alle Programme die man braucht sind bereits vorinstalliert.
  • Sehr leichter Verbindungsassistent
  • Gutes Display
  • Noch erregt man Aufsehen, wenn man das Ding in der Öffentlichkeit auspackt (kann aber deswegen genausogut under Kontra stehen)

Kontra:

  • Gewöhnungsbedürftige kleine Tastatur
  • Monitor manchmal etwas zu klein
  • in Linux muss man sich (bzw. ich) komplett neu hineinarbeiten
  • Akkulaufzeit könnte länger sein
  • Touchpad Taste knackt mir persönlich zu hart.

Fazit: Jederzeit würde ich mir wieder einen Eee kaufen. Er ist für mich der ideale mobile Begleiter.

3 Comments

  1. Ich habe den Eee mal kurz benutzt und obwohl ich nicht viel damit gemacht habe, war mir da schon das Display zu klein. Mit einer Auflösung > 1024 in der Horizontalen hätte ich auch schon längst einen.

  2. deshalb den eee 900 der hat ein 8,9er Display mit 1024×600

    stehe schon auf der Warteliste!

  3. Pingback: schmollo.de » Blog Archive » Zu verkaufen: eee PC 701 4G

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