Globalisierungsgegner

Wie Ihr ja sicherlich wisst, bin ich seit neuestem Besitzer eines Autos japanischer Herkunft. Zwar wird es in Tschechien gefertigt, in Köln vertrieben. Und Köln feiert man auch regelmäßig mit „Viva Colonia“, wenn diese Automarke in der Formel 1 Erfolge erzielt. Aber egal. Ich fahre einen Japaner. So sagt es jedenfalls ein Arbeitskollege. Und er legt noch einen drauf: „Wie ich mich den fühlen würde, wenn ich ein japanisches Auto fahren würde, welches nicht von deutschen Arbeitern gefertigt würde und überhaupt in einem Land gebaut wurde, welches uns hier die Arbeitsplätze weggräbt. *…hier jetzt noch nach Belieben Thekengeschwätz einfügen…* Sowas macht man doch nicht.“
Ich sagte, daß sowas in Zeiten der Globalisierung doch eigentlich egal wäre. Und wenn deutsche Autohersteller mir genauso ein Auto für den gleichen Preis zur Verfügung stellen, dann würde ich evtentuell, aber auch nur, wenn mir das Design dann nicht zu bieder ist, was zu befürchten wäre, so ein Auto kaufen. Aber da kann ich lange warten.

Die Japaner. Sie nehmen uns die Arbeitsplätze weg. Erst waren es die Italiener, dann die Türken, mit Umweg über Polen, Tschechien und der ganze Ostblock. Nun sind es die Chinesen und Japaner. Und wenn man die Linie weiter verfolgt, ist Amerika bald an der Reihe. Und dann wäre die Unrundung einmal geschafft und wir sind wieder dran. Nur Geduld, jeder kommt mal dran. Früher oder später.

Übrigens: Er ist Renaultfahrer.

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