Eat Pray Love

Wenn ich sonst immer ins Kino gehe, fliegen meistens Autos in die Luft, Sternenkreuzer bekämpfen sich oder zumindest gibt es ordentlich was auf die Lachmuskeln. Nicht so gestern.
„Eat Pray Love“ gibt es aber auch gar nichts von oben genanntem. Eine New Yorker Frau auf einem Selbstfindungstrip in Rom, Indien und Bali. Tolle Wurst, ich hätte mal Zuhause in den Spiegel geschaut, dann hätte man sich bestimmt sofort gefunden 😉
Aber zum Film: Zuallererst ist er voll gepackt mit Klischees: In Italien wird nur gefaulenzt und gegessen, in Indien nur gebetet, meditiert und zwangsverheiratet. Und auf Bali werden einen die Weisheiten nur so um die Ohren gehauen. Ohne Frage, alles ist wunderbar bebildert, der Soundtrack stimmt. Aber trotzdem nimmt man es dem Film nicht ab. Eben typisch Hollywood, wenn ein Nudelteller mit Tomatensauce zelebriert wird als hätte man wer weiß was an zig Sterne Essen vor sich. Den Film hätte man auch getrost in drei Teile drehen können. Denn ein Übergang der einzelnen Locations gibt es so gut wie gar nicht.  Also, 140 Minuten Reiseführer mit seichter Story neben herlaufend, mehr kann ich dem Film nicht abgewinnen. Die Damenwelt im Kino sah das übrigens anders. Lachte man sich noch beim zehnten Mal über den Spitznamen „Haurein“ kaputt, tuschelte die ganze Zeit, gefolgt von ein paar „Ahhhs“ und „Ohhhhs“. Will mich aber nicht beschweren. Schließlich war ich Gast in ihrem Film.

Meine Wertung: 3 von 10

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