Wenn ich selbstgemachte Kekse von meiner Mutter mit ins Büro nehme, sind die erfahrungsgemäß immer sehr schnell weggefuttert.
Damit aber gerade ich noch etwas Freude habe, lasse ich die leere Keksdose einfach noch etwas stehen. Allerdings habe ich den Inhalt “etwas” modifiziert.
Freitagabend noch mit dem Nachbar sinniert, dass es dieses Jahr ungewöhnlich viele Blätter gibt. Oder sie sind vielleicht alle einfach nur gleichzeitig abgefallen. Weiss es nicht. Aber anstatt sich darüber aufzuregen, macht es einfach so wie die Jungs und Mädels in dem Video:
Aber bitte nicht in Nachbars zusammengekehrten Haufen. Weil dann regt sich bestimmt wieder einer auf.
Heute bin ich mal nicht mit dem Auto unterwegs. Ich nehme den Bus. Im Bus sitzt jemand, der einen Döner* isst. Der ganze Bus stinkt und es ist kaum zum Aushalten. Ich entschließe mich, wenn der Bus an der nächsten Haltestelle anhält, auszusteigen und ihn entweder anzuzünden oder umzuwerfen. Passanten filmen das. Auch wie ich von der Polizei abgeführt werde.
Am Bahnhof angekommen, warte ich auf den nächsten Zug. Von Mitreisenden erfahre ich, dass ein ungeliebter Kommunalpolitiker bereits im Zug sitzt. Damit er seine Ratssitzung verpasst, kommt mir die Idee, das Gleisbett zu untergraben, so dass der Zug am Weiterfahren gehindert wird. Nach getaner Arbeit tippt mir von hinten jemand auf die Schulter und bittet mich, mal kurz mit zu kommen. Der freundliche Fahrdienst entpuppt sich als Polizeiwagen und ich werde weggesperrt. Weil ich mich nun unter Druck gesetzt fühle, bearbeite ich den Polizeiwagen so lange, bis er unbrauchbar wird.
Abends, einen Tag vor meiner Verhandlung, schneide ich noch alle Stellen, in denen mir Gewalt zugefügt wird zusammen und lade diese auf Youtube hoch. Mir wird Recht gegeben. Im Internet. Die Richter allerdings waren anderer Meinung.
*) Ich mag Döner ganz gerne und er dient hier nur zur Veranschaulichung.
O.g. ist natürlich Fiktiv. Ich bin für einen Atomausstieg, eher heute als morgen, ebenfalls bin ich dagegen, unseren Urururururenkeln eine solch gefährliche Erbschaft zu hinterlassen. Aber wie gewaltbereite Demonstranten gezielt geschnittene Videos einsetzen, um so die “übertriebenen” Polizeieinsätze anzuklagen, geht mir gehörig gegen den Strich.
Als ich das Ding sah, wusste ich: Den musst Du probieren. Ich stehe ja auf die Geschmackskombination Deftig/Süss. Streiche ich mir doch die Nuss Nougat Creme schon seit Jahren auf den Frischkäse. Und nun wurde mein Geschmack gesellschaftstauglich. Diese Kombination gibt es jetzt fertig zu kaufen.
Die Konsistenz ist sehr cremig. Ich habe es erst auf den erwärmten Zustand geschoben, aber nach einer Nacht im Kühlschrank hat sich an der Fluffigkeit nichts geändert. Und irgendwie schmeckt es auch “nur” nach Schokopudding. Abgesehen davon, wollen einen die Verpackungsdesigner wieder hinters Licht führen. Finde ich nicht gut. Von daher werde ich wohl bei meiner Kombination Frischkäse / Nuss Nougat Creme bleiben.
“Guten Tag Herr Knoth, wir wollten Ihnen nur kurz mitteilen, dass wir am 23.11.2011 bei Ihnen auf DSL umschalten.”
Kein roter Teppich, kein Sekt und keine Blaskapelle? Einfach so mit einem Satz? Dafür habe ich ca. 15, gefühlte 50 Jahre gewartet, dass man mir das so beiläufig erwähnt? Nicht dass Ihr mich falsch versteht. Ich bin nicht undankbar. Aber das ist so ein entscheidender Schritt in Sachen Computerzeugs bei mir, dass ich fast weinen könnte. Und sie haben sich auch wirklich nur um vier Wochen gegenüber dem versprochenen Termin verspätet.
Ich gehe übrigens auch sehr stark davon aus, das beim ersten Funken DSL-Singal, welches bei mir ankommt, die Telekom hämisch eine Schublade öffnet und Pläne von einer revolutionären Datenübertragung auf den Tisch knallt, in dessen Genuss ich dann nach weiteren 15 Jahren Wartezeit komme.