Nervous my friend?

Anxious 76/365
Creative Commons License Bildquelle: SashaW

Es fing glaube eine Woche vorher an. Beim Einschlafen dachte ich kurz daran, und kurz beim Aufwachen. Aber je näher der Tag kam, um so öfter habe ich mir Gedanken gemacht. Auch über den Tag verteilt. Aber der Knaller kam dann am Tag der Wahrheit. Ich war der „Auserwählte“, der bei unserer Karnevalsveranstaltung durchs Programm führen durfte. Es war am Samstag Nachmittag, als das flaue Gefühl anfing. Und es wurde immer flauer. Gepaart mit einem total trockenen Mund und dem Herzschlag eines Hamsters. Schnell noch zwei Pilksen vor dem Einmarsch und dann ab auf die Bühne. Mein Einsatz fing bei Programmpunkt 4 an. Bei 3 wollte ich schon die Moderationskarten in die Ecke pfeffern und mich verdrücken. Ging aber nicht. Ich war an der Reihe. Nach vorne und „Guten Abend“. Ich war wirklich noch nie so nervös gewesen. Viele sagten mir hinterher, man merkte, dass ich bei jedem weiteren Programmpunkt entspannter wurde. Aber ich glaube das sah von Weitem so nur aus. Innerlich war ich angespannt wie ein Flitzebogen. Was habe ich mir Sprüche ausgedacht, die ich immer wieder mal dazwischen einstreuen wollte. Nix. Immer wieder froh, die „Pflichtangaben“ genannt zu haben, schlängelte ich mich durchs Programm. Ein paar Patzer, doch am Ende war ich froh, es hinter mir zu haben. Vielleicht wird es nächstes Jahr besser. Ich arbeite an mir. Oder einfach vorher mehr Hochprozentiges. Aber eines weiß ich: Lampenfieber, du bist ’ne ganz olle Sau!

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