Archive for the 'Erinnerungen' Category

Das Ende der Disketten

Apr 26 2010 Published by under Erinnerst Du Dich?,Erinnerungen

Sony hat heute bekanntgegeben, dass nur noch bis Ende des Jahres 3,5″ Disketten hergestellt werden. Dann ist Schicht im Schacht. Ich habe jetzt echt gedacht, die Dinger kauft sowieso kaum noch jemand. Aber anscheinend ist noch Bedarf. So wie bei uns in der Buchhaltung. Da werden Überweisungen per Diskette an die Bank geschickt. Hammer, was?

Ich habe noch an Textverarbeitungsautomaten gearbeitet, da schob man 8 Zoll Disketten rein. Später haben wir die Disketten als Tablett Zweckentfremdet und damit Kaffee aus dem Getränkeautomaten geholt. Und die 5 1/4″ Disketten wurden an der Seite gelocht, damit man sie beim C64 auch beidseitig beschreiben konnte. Damals kosteten die Disketten nämlich noch richtig viel Geld. Mein Amiga forderte dann erstmals 3,5″ Disketten und später auch der erste PC. Windows 3.1 kam auf 6 Disketten. Eine Tatsache, die das Betriebssystem in Anbetracht heutiger Blue-Ray Laufwerke fast schon lächerlich erscheinen lässt.

Auch meine erste Digitalkamera speicherte die Bilder direkt auf eine 3,5″ Diskette. In einer Auflösung von unglaublichen 640×480. Aber man war unabhängig von Speicher und Filmen. Zwar gingen nur ca. 20 Bilder auf eine Diskette, aber viel mehr ging ja auch nicht auf die gewöhnlichen Kleinbildfilme. Von daher ein Fortschritt. Nur die Bildqualität lies zu wünschen übrig. Aber dafür hatte man digitale Bilder.

Ich nutze heute keine Disketten mehr. Habe auch keine entsprechende Hardware. Wie sieht das bei Euch aus? Benutzt Ihr noch Disketten? Beruflich oder privat? Bin echt mal gespannt. Vor allen wenn demnächst ein Lieferengpass kommt und Ihr evtl. Disketten über ebay kaufen müsst, so wie damals die NASA veraltete Reserveteile für das Space Shuttle.

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Als sich Filme noch abnutzten

Aug 07 2009 Published by under Couch-Action,Erinnerungen

Stop, ich meine nicht die Filme, sondern die Medien, auf denen sich die Filme befinden. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen einen Film gesehen habe. Aber bestimmt ist die Zahl knapp unter der Dreistelligkeit. Die Rede ist von “Ferris Bueller’s Day Off”, oder wie es auf meiner VHS-Videohülle stand “Ferris macht blau”.

Als die DVD herauskam, war das Band mittlerweile so ausgenudelt, dass die Kassette ihr Gnadenbrot in meinem Regal bekam. Ebenso wie L.I.S.A. – der helle Wahnsinn und “The Breakfast Club”. Die habe ich zwar nicht so oft gesehen wie erstgenannten, aber prägten nicht minder meinen Einstieg in die Filmwelt.

Und heute muss ich das lesen, dass John Hughes einfach so während eines Spaziergangs zusammenbricht und mit 59 an einem Herzinfarkt stirbt. Verdammt, das ist viel zu früh. R.I.P.

Einen wundervollen Nachruf konnte ich bei den Fünf Filmfreunden finden, dem ich nichts mehr hinzuzufügen habe.

Außer vielleicht einer Montage seiner großartigsten Filmmomente. (via Nerdcore)

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Bis es keinen Morgen mehr gibt

Feb 12 2009 Published by under Erinnerungen,Erlebt,Lesbares

Keine Ahnung, woher der Ausspruch kommt, aber genau das ist jetzt eingetreten. Heise berichtet, daß die Zeitschrift “Tomorrow” wohl eingestellt wird.

Ich gestehe, ich war früher auch Abonnent dieser Zeitung. Zu Anfang mochte ich es, auf unkomplizierte Art und Weise über technische Neuerungen sowie das ganze Internetgedöns auf dem Laufgenden gehalten zu werden. Ich habe auch die Pleite mit der 77,- DM ISDN Flatrate in Zusammenarbeit mit Mobilcom mitgemacht.

Irgendwann wurde mir aber dann der zwar groß bebilderte aber schwach betextete Inhalt auch zu wenig. Zumal man alle News diesbezüglich auch jeden Tag frisch und kostenlos aus dem Netz bekam. Abo wurde gekündigt, und ich habe nur noch ab und an die kostenlose Ausgabe im Flugzeug gelesen.

Ein Magazin, was damals bestimmt seine Daseinsberechtigung hatte, aber für das heute kein Platz mehr ist. Ich sage zum Abschied leise “Servus”.

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Die erste Klassenfahrt

Nov 27 2008 Published by under Erinnerungen,Erlebt,Kleinwuchs

Es war 1983. Wir waren im 7. Schuljahr. Wir waren rebellisch. Wir waren cool. Nicht so cool wie die heutige Jugend ;-) , aber auf unsere Art und Weise cool. Man versuchte, möglichst viel schwarze Klamotten zu tragen, obwohl das den Eltern zu trist war und sie versuchten, einem immer wieder bunte Sachen unterzumogeln. Aber wir trugen schwarz. Auch wenn es nur der Kaputzenpulli des örtlichen Angelvereins mit Wappen und Fisch an der Leine auf dem Rücken war. Egal, er war schwarz.
Und so saßen wir 1983 im Bus Richtung Cochem an der Mosel. Oben saßen wir bei Fanta und Cola, und unten im Gepäck die mitgeschmuggelten Alkoholika. Man war das erste Mal über Nacht von Zuhause weg, und das mit den Jungs und Mädels aus der Klasse. Was wollte man mehr? Die Welt gehörte einem und keiner konnte einen daran hindern, diese drei Tage zu den besten Tagen seines bisherigen Lebens zu machen. Selbst die mitreisenden Lehrer, die sich mehr oder weniger als Aufpasser aufdrängten, schafften es nicht, uns in der Euphorie zu bremsen. Was konnte uns überhaupt bremsen?
Ganz klar: Mädchen! Denn das war nicht nur unsere erste mehrtägige Fahrt, es war auch der Zeitpunkt, wo sich die ersten Pärchen bildeten. Es war ein herrliches Gefühl. Erst. Doch dann kommt der Moment, vergleichbar mit den Mannschaftswahlen auf dem Bolzplatz: Zuerst werden die Asse, die Könner, die Macher gewählt. Man selbst kommt, wenn überhaupt, als letzter dran. Sozusagen eine Niete, die der Pechvogel bekommt, der als letzter wählt. Man ist einfach nicht verfügbar. Luft. Man kommt erst gar nicht in die Auswahl. Aber egal. Um überhaupt was mitzubekommen, nahm ich die Kopfhörer von meinem Sanyo Kassettenspieler ab, auf dem noch die zu diesem Zeitpunkt unbekannten Toten Hosen liefen und lauschte über die Buslautsprecher den mitgebrachten selbstbespielten Kassetten. Es war 1983 und Howard Jones fragte sich “What is love”. Ich übrigens auch.

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