Archiv der Kategorie ‘Erlebt‘

 
 

Alter, sie hatte Haare an den Beinen!

Abends nochmal schnell los, Autoschlüssel, Handy, ab durch die Haustür. Moment, was war das??

Heiliges Kanonenrohr. Solch ein Riesenvieh habe ich noch nie live und vor allem in der Wohnung gesehen. Mit so einer Monsterspinne mochte ich nicht unter einem Dach wohnen. Also, ein gekonnter Handkantenschlag mit anschließendem Roundhousekick, und sie verliess freiwillig die Gemächer  ein beherztes Schnipsen und dann auf der Fussmatte sanft nach draussen befördert.

Erst die Wespe, jetzt Tarantula. Bin mal gespannt, was als nächstes passiert. Werde ich von einem Pillendreherkäfer in Mist eingewickelt?

Ach übrigens,

soll ich Euch mal den Grund zeigen, warum ich heute Morgen etwas später im Büro war?

Ich habe angehalten um diese tolle Aussicht zu genießen.

 25 Kilometer ohne Stadt und nur durch Dörfer und Landschaften. Sowas passiert einem nur im Sauerland. *höhö* Das ist auch der Zeitraum, in dem ich erstmal Ruhe habe und den Tag auf mich zukommen lasse. 20-25 Minuten Entspannung, bevor es richtig losgeht. Ich genieße die Fahrt.

In der Stadt sieht das schon wieder ganz anders aus. Da ist glaube der Weg zur Arbeit hektischer wie die Arbeit selber, oder irre ich mich da?

Sowas wäre ja nichts für mich.

Würde mich mal interessieren, wie Ihr zu Eurem Brötchengeber kommt.  Zu Fuss, Fahrrad, Auto,  Bahn oder gar Flugzeug? Bin gespannt.

Wespe gegen Grasshüpfer: Fight!

Ein Video muss ich Euch noch unbedingt zeigen.
Während einer Pause im Freilichtmuseum Vogtsbauernhöfe fiel eine Wespe auf den Tisch. Ich dachte erst, die wäre mitsamt Blüte heruntergefallen, aber dann stellte sich heraus, das diese mit einem Grashüpfer kämpfte. Also habe ich fix die Kamera gezuckt und draufgehalten.

Zartbesaitete und Weicheier sollten nicht Play drücken. Es werden Gliedmassen und Köpfe abgetrennt. Action- und Horrorliebhaber haben eh schon den Film gestartet. ;-)

Unnütze Sachen …

… machen wir im Urlaub. Wie jeder Tourist.

Ein Hoch auf die Technik

Internet ist eine feine Sache. Überall kann man alle Informationen abrufen, die man braucht. Mails werden ratzfatz über den Äther geschickt. Gleiches gilt für Mobiltelefone, sogenannte Handys. Immer und überall erreichbar. Super Sache. Wer mich kennt weiss, dass ich darauf stehe.
Aber nun sitze ich hier, habe schon 4 Tage von meinem 3-wöchigem Sommerurlaub hinter mir, und genau wegen dem Drecks Internet und Handys der ständigen Erreichbarkeit sitze ich nun hier im Arbeitszimmer und schreibe Packlisten und Zolldokumente. Schöne neue Welt! Komm zu mir und lass Dich in den Allerwertesten treten.

Und es war Sommer

Was ist das doch für eine Hitze. Nirgends kann man es einigermaßen aushalten ausser im Auto oder im Keller. Im Schlafzimmer unter dem Spitzdach mache ich vor dem Zubettgehen jeden Abend einen Aufguss, der Kühlschrank schreit “Tür zu!” und meine Wäsche bräuchte man eigentlich nur mit Waschpulver zu bestreuen.
War das früher auch so? Ich glaube nicht. Oder man war früher vielleicht nicht so dick. (sagt jetzt nichts). Auf jeden Fall habe ich Kälte lieber. Da kann man sich wenigstens passend anziehen bzw. die Heizung anstellen. Klar, Sommer Sonne Sonnenschein bei blauem Himmel tut gut für die Seele. Aber doch nicht gleich so dolle, oder?

Bild via Gilly: http://twitpic.com/25uon0

Johann König im Kulturhaus Lüdenscheid

“Voll Bock auf Remmidemmi” heißt sein aktuelles Bühnenprogramm. Was mir allerdings schwer fällt, ihm dieses abzunehmen. Kennt man ihn doch sonst nur als zurückhaltend schüchtern mit zaghafter Stolperstimme.   Sie ist quasi sein Markenzeichen, genau wie der braune Cordanzug und das gelbe Hemd.

“Wir gingen in die Laube. Sie war das Gewinde, ich war die. . .”

Wortwitz spielt eine sehr große Rolle. Deswegen muss man auch aufpassen. Und genau hinhören, wenn er zwischen Sofa, Stuhl und Tisch und dem Spotpunkt, den er grundsätzlich verpasst, hin und her zappelt. Da wurde auf “bildungsferne Schichten” gehämmert, über den dann doch nicht so gewünschten Sohn hergezogen oder einfach nur banale Witze erzählt. Und wenn der Witz noch so flach ist, man muss lachen, wenn er ihn gequält bringt und sich offenbar selber drüber belachen muss.

Stolz ließ er auch das Publikum wissen, wie technikversiert Johann König doch ist, als er uns seinen Kassettenrekorder zeigt:

“Ich drück da auf Eject, und gleich kommt die mobile Festplatte zum Vorschein. Da passen 20 gigageile Lieder drauf.”

Das Publikum wurde eigentlich nur einmal einbezogen, wenn Johann König auf seinem Keyboard ein Lied vorgetragen hat. Die Männer durften singend mit “Bitte blas mir einen..” anfangen und die Frauen vollendeten dann “… Luftballon auf.” Ballermann Hits Niveau, das aber keinesfalls störend wirkte.

Johann, danke für diesen sehr schönen Abend. Obwohl ich mich immer gezwungen fühlte, auf die Bühne zu rennen um Dir zu helfen,  aus den Satzwiederholungen und nicht mehr aufzulösenden Satzkonstruktionen heraus zu helfen.

Einen schönen 1. Mai

wünsche ich Euch allen. Bei uns geht es jetzt gleich los. Ein wenig wandern und dann am Dorfplatz bei Würstchen und schicken Kaltgetränken ein paar gemütliche Stunden verbringen. Der Dorfplatz wurde gestern schon entsprechend hergerichtet, ein Maibaum wurde aufgestellt, so dass eigentlich heute nichts mehr schief gehen kann. Sogar das Wetter scheint mitzuspielen.
Habt Spaß bei allem, was Ihr heute so am Feiertag treibt. Was macht Ihr eigentlich?

Kalter Fahrtwind

Leere Zeilen, blinkender Cursor. Ich wollte etwas schreiben. Doch nun Blockade. Zu viel passiert. Nichts unsagbar Schlimmes, einfach nur viel. Fühle mich wie offenes Autofenster mit Kopf draussen auf der Überholspur der Autobahn. Alles rauscht vorbei. Man bemerkt es, hat aber keine Zeit, sich damit zu befassen. Möchte kreativer sein. Tagestrott lässt es aber nicht zu. Bett, Wecker, Bad, Auto, Arbeit, Auto, Couch, Bad, Bett :] in der Endlosschleife. Wochenende, um nicht vollkommen den Kopf weggeblasen zu bekommen. Dann wieder hinein in die Schleife. Versuche jetzt mal, den Fuß aus der Tür zu halten und zu bremsen. Und wenn ein paar Schuhe dabei draufgehen. Es muss langsamer gehen. Der Kreativität wegen.

Zielfoto brauchten wir nicht für eine Entscheidung

Es waren noch wenige Meter bis zum Ziel. Im Augenwinkel sah ich meinen ärgsten Widersacher. Es verschlimmerte die Sache, das es sich um eine Vertreterin des weiblichen Geschlechtes handelte. Sie setzte zum Finalspurt an. Gleichzeitig legte ich einen Zahn zu. Das Ziel schon vor Augen, setzte ich meine letzten Reserven ein und beschleunigte ein letztes Mal. Ich sah im Geschwindigkeitswahn nicht, wie Sie Sichtkontakt mit meiner Freundin aufnahm, die Außenstehend das Rennen beobachtete. Mir wurde nur später erzählt, dass sie mit einem gequälten Lächeln versuchte, ihren zweiten Platz zu überspielen. Der Gewinner war ich. Eindeutig. So konnte ich den Triumph genießen und in aller Ruhe die Waren auf das Förderband zur Kasse legen. Meine Gegnerin wählte aus Schmäh die Nachbarkasse.
Ihr könnt mir jetzt vorwerfen, ich wäre kein Gentlemen. Aber ich hatte nur geschätzte 15 Teile im Einkaufswagen und ihrer war bis über den Rand voll. Zwar nur ein geringer Zeitgewinn, aber enorm wichtig, wenn es sich um den letzten Urlaubstag handelt.