Archive for the 'Kleinwuchs' Category

Verbesserungsvorschlag

Apr 28 2009 Published by under Erlebt,Kleinwuchs

Wenn man schon die Bürde auferlegt bekommt, Kleinwüchsig zu sein, dann hätte ich gerne nächstes Mal noch das Gedächtnis eines Elefanten dazu.

Bei Sätzen wie “Kennst Du mich noch?”, “Warst Du nicht damals auf der und der Schule?” etc. muss ich stellenweise echt improvisieren.

Leute, kein Vorwurf. Wenn ich mit mir damals zusammen gewesen wäre (vorsicht  Hirnknoten), würde ich mich auch wiedererkennen.

Und nun nochmal zum Thema Verbesserungsvorschlag: Auf der Firma gibt es pauschal Bares für jeden Verbesserungsvorschlag. Lieber Gott, ich habe da noch das Jahreslos von der Aktion Mensch …

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Die erste Klassenfahrt

Nov 27 2008 Published by under Erinnerungen,Erlebt,Kleinwuchs

Es war 1983. Wir waren im 7. Schuljahr. Wir waren rebellisch. Wir waren cool. Nicht so cool wie die heutige Jugend ;-) , aber auf unsere Art und Weise cool. Man versuchte, möglichst viel schwarze Klamotten zu tragen, obwohl das den Eltern zu trist war und sie versuchten, einem immer wieder bunte Sachen unterzumogeln. Aber wir trugen schwarz. Auch wenn es nur der Kaputzenpulli des örtlichen Angelvereins mit Wappen und Fisch an der Leine auf dem Rücken war. Egal, er war schwarz.
Und so saßen wir 1983 im Bus Richtung Cochem an der Mosel. Oben saßen wir bei Fanta und Cola, und unten im Gepäck die mitgeschmuggelten Alkoholika. Man war das erste Mal über Nacht von Zuhause weg, und das mit den Jungs und Mädels aus der Klasse. Was wollte man mehr? Die Welt gehörte einem und keiner konnte einen daran hindern, diese drei Tage zu den besten Tagen seines bisherigen Lebens zu machen. Selbst die mitreisenden Lehrer, die sich mehr oder weniger als Aufpasser aufdrängten, schafften es nicht, uns in der Euphorie zu bremsen. Was konnte uns überhaupt bremsen?
Ganz klar: Mädchen! Denn das war nicht nur unsere erste mehrtägige Fahrt, es war auch der Zeitpunkt, wo sich die ersten Pärchen bildeten. Es war ein herrliches Gefühl. Erst. Doch dann kommt der Moment, vergleichbar mit den Mannschaftswahlen auf dem Bolzplatz: Zuerst werden die Asse, die Könner, die Macher gewählt. Man selbst kommt, wenn überhaupt, als letzter dran. Sozusagen eine Niete, die der Pechvogel bekommt, der als letzter wählt. Man ist einfach nicht verfügbar. Luft. Man kommt erst gar nicht in die Auswahl. Aber egal. Um überhaupt was mitzubekommen, nahm ich die Kopfhörer von meinem Sanyo Kassettenspieler ab, auf dem noch die zu diesem Zeitpunkt unbekannten Toten Hosen liefen und lauschte über die Buslautsprecher den mitgebrachten selbstbespielten Kassetten. Es war 1983 und Howard Jones fragte sich “What is love”. Ich übrigens auch.

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