So, Sommer, machs gut
Vorbei die Zeiten, in denen man mit kaum was an in der Gegend rumliegt und sich die Sonne auf den Pelz knallen lässt. Der Geruch von Regen auf aufgeheizten Strassen. Geruch von Gegrilltem, der um die Häuserecken zieht. Sonnencreme, die auf schwitzender Haut so herrlich süß riecht. Getränke, die frisch aus dem Kühlschrank sich ratzfatz aufheizen. Fahrten durch die Stadt im Schrittempo, um ja nichts zu verpassen
. All das möchtest Du aufgeben, nur um rechtzeitig zu Weihnachten das Land in eine weiße Schneedecke zu umwickeln? Überleg Dir das bitte nochmal, lieber Sommer. Oder zögere es so weit wie möglich hinaus. Ich trenne mich so ungern von meinen kurzen Ärmeln.

Entlackung ist mir ja noch klar. Von wegen Nagellack und so. Aber was zum Henker soll entrostet werden??
Sehe gerade, dass hier seit 10 Tagen nichts mehr geschrieben wurde. Und ich sage Euch was: Ich schiebe es auf die Hitze. Schließlich liegt mein Arbeitszimmer direkt im Dachgiebel, und da sind mal locker 35-40 Grad zur Zeit. Lecker, was? Außerdem waren wir in der letzten Zeit auch sehr viel unterwegs und schliesslich war ja auch noch WM.
Diesen Artikel schreibe ich im luftigen Wohnzimmer, auf der Couch und mit dem iPad. Geht zwar nicht so fluffig wie mit der Tastatur, aber es geht. Und nebenbei sehe ich noch die Holländer, wie sie hoffentlich gegen Spanien verlieren. Spanier als Weltmeister sind wesentlich angenehmer zu ertragen als die Holländer. Weil sie hier bei uns nicht so in Erscheinung treten. Schliesslich gibt es wesentlich mehr holländische Touristen, die hier am Biggesee Urlaub machen und mich dann bei meinen Einkäufen im Supermarkt tief in meiner drittplatzierten Seele treffen. Ich gebe zu, da bin ich Intolerant. Zwar nicht wie die Teenie Girls, die für die WM alle Twilight Poster von der Wand gerissen haben und diese durch Lukas, Phillip und Sebastian ersetzt haben. Und die sich fragen, was ihre Lieblinge bis zur nächsten WM eigentlich so beruflich machen.
Aber ich schweife aus. Schließlich ging es doch nur darum, Euch zu sagen: Ich bin noch da
Wir sind das Volk …
… und die Direktoren bestimmen unseren Chef.
Das ist wie wenn der Kapitän auf dem sinkenden Schiff noch fix einen neuen Steuermann ernennt.
Ach übrigens: Hier der Grund, warum ich heute auf dem Weg von Hamburg nach Attendorn kurzzeitig telefonisch nicht erreichbar war. (nicht, dass ich sonst ohne Freisprecheinrichtung telefonieren würde) höhö
